Donnerstagabend dieser Woche hatte ich nun ich das Vergnügen, Röbi Weiss an seinem neuen Vortrag «A tribute to Steve Jobs» zuzuhören und konnte dabei feststellen, dass wir beide in diesem Punkt gleicher Meinung sind. By the way – der Vortrag ist wirklich sehr zu empfehlen und soll nach seinen Aussagen in den nächsten Wochen in verschiedenen Städten der Schweiz wiederholt werden.
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| Quelle: Wikipedia |
Der Technology Adoption Lifecycle beschreibt den Lebenszyklus, den ein Technologieprodukt typischerweise durchläuft. Die Praxis zeigt, dass es eine sehr grosse Zahl an Technologieprodukten gibt, die den Übergang ihrer Käufer von den Innovatoren und frühen Nutzern zur grossen Mehrheit (nämlich dem Massenmarkt) nicht schaffen. Die frühen Technologie-Benutzer kaufen immer alles, was neu und innovativ ist. Sie lieben Technik und haben auch keine Probleme, wenn mal etwas nicht wie gewünscht läuft oder wenn sie «basteln» müssen. Für die Mehrheit, bzw. für den Massenmarkt trifft das aber nicht zu. Da muss das Produkt «idiotensicher» sein und reibungslos funktionieren. Irgendwo bei den frühen Benutzern bzw. beim Übergang zur Mehrheit existiert also ein Graben, eine Kluft. Und diesen gilt es zu überwinden. Wenn das einem Produkt nicht gelingt, dann verschwindet es vom Markt oder wird in eine Nische gedrängt (für beide Schicksale gibt es Tausende von Beispielen). Was hat das nun mit Apple zu tun?
Apple ist es mit seiner «iWelt» gelungen, diesen Graben ganz elegant zu umschiffen. Und zwar – das zeigt Röbi Weiss sehr eindrücklich – nicht durch Überwinden der Kluft, sondern, indem das Unternehmen direkt in den Massenmarkt eingestiegen ist und gar nicht erst Produkte für Technikfreaks entwickelt und lanciert hat. Das heisst, Apple hat den gefährlichen Weg mit dem Graben gar nicht erst beschritten. Wie hat dies Apple aber getan, bzw. wie funktioniert so etwas praktisch? Es funktioniert nur, ...
- indem einfach zu bedienende und zu verstehende Produkte entwickelt werden;
- indem ein komplett transparentes Ökosystem für diese Produkte bereit gestellt wird, und;
- indem massiv Werbung gemacht wird, die ausschliesslich die Vorteile und den Nutzen der Produkte zum Gegenstand hat.
Nachtrag vom 18.02.2012
Robert Weiss wird den Vortrag über Apple und Steve Jobs am 2. Mai 2012 im Kaufleuten in Zürich in leicht gestraffter Form nochmals halten. Zusätzlich hier die Referatskritik aus der Zürichsee-Zeitung vom 11.02.2012.


Hallo Urs
AntwortenLöschenmit grossem Interesse lese ich Deine Artikel.
Auch dieser Artikel ist wieder sehr gelungen.
Kurz, auf das Wesentliche konzentriert.
Ganz im Sinn der Engpass-Strategie.
Danke jetzt schon für weiter Artikel im Zusammenhang mit der erfolgreichen Strategie.
Alexander